Über Europäisches Bureau Wien

Ich darf Sie über einige neuere Entwicklungen informieren, die zur Gründung des Europäischen Bureaus für Politikberatung und Sozialforschung  geführt haben.

 

Im September 2015 verließ ich, nach mehr als 27 anspruchsvollen und erfüllenden Jahren als Executive Director, das Europäische Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen in Wien, um Rektor der US-amerikanischen Webster Vienna Private University zu werden. Nach einem interessanten akademischen Jahr 2015/2016 haben mich jedoch Auffassungsunterschiede über die Zukunft der Universität zu einem erneuten Wechsel veranlasst. Meine Zeit bei Webster war spannend und bereichernd und ich möchte sie nicht missen. Aber sie war nicht, was ich erwarten durfte – und sie schien mir einfach nicht gut genug um fortgesetzt zu werden. Vor allem war sie nicht die beste Nutzung verfügbarer Lebenszeit im Dienste der Öffentlichkeit.

 

In den Worten der Protagonisten: “Ich spüre, daß es Zeit ist, mich wieder stärker akademischer Arbeit und Forschung zu widmen. Der unvermeidliche Verwaltungsaufwand der Rektoren-Rolle sind ein Hauptgrund meiner Entscheidung für erneuten Wandel.” (Marin) “Im Lichte von Prof. Marin’s herausragenden akademischen Qualifikationen und Leistungen verstehen wir, dass er sich künftig professionell vollständig auf Forschung, Beratung und Publikationen konzentrieren wird” erklärte Prof. Peter Maher, Associate Vice President of Academic Affairs der Webster University in St. Louis.

 

Daher habe ich mich zum Start-up eines neuen Europäischen Bureau für Politikberatung und Sozialforschung entschlossen. Das erlaubt mir wieder vom bloßen Administrator akademischer Concierge- oder Boutique-Lehr-dienste zu Gelehrsamkeit, wissenschaftlicher Forschung, strategischer Konsultation und Veröffentlichungen zurückzukehren.

 

Da über 90% der Drittmittel für Forschung der Webster University 2016 an mich persönlich gebunden waren, konnten sie leicht mit mir mit wandern. Glücklicher Weise gilt dasselbe für einige Mitarbeiter – und vor allem lange umworbene Wunschkandidaten konnten ebenfalls für das Europäische Bureau gewonnen werden. Als Erstes führen wir, gemeinsam mit dem Wirtschaftspolitischen Zentrum der Universität St. Gallen (WPZ), das Social Inclusion Monitor (SIM) Europe Reform Barometer Projekt der Bertelsmann Stiftung (www.social-inclusion-monitor.eu) und andere Projekte durch.

 

Auf diese Weise habe ich mit der Gründung eines neuen organisatorischen Set-ups einen besseren Weg gefunden, professionelle Energien  nicht nur bei der Erzeugung, sondern auch der Vermittlung wissenschaftlichen Denkens, Wissens und vergleichender empirischer  Befunde einzusetzen. In Zukunft werden wir uns auf sozialwissenschaftliche Forschung und Publizistik im zivilgesellschaftlichen Diskurs und öffentlichen Debatten fokussieren.

 

An Dienstleistungen halten das Europäische Bureau für Politikberatung und Sozialforschung und ich selbst die folgenden Serviceangebote für Sie bereit: fachliche und strategische Beratung, Recherche und wissenschaftliche Forschung, Keynotes, Vorlesungen, Vorträge, Kommentare und Teilnahme an öffentlichen Debatten, lebensbegleitende Fortbildung, Training, Workshops, Gutachten, wissenschaftliche und andere Veröffentlichungen, publizistische Beiträge für Print, Radio, Video und Fernsehen.

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